THC Was geht ab  

Heute48
Gestern139
Woche706
Monat3341
Total880518

Besucher IP 54.144.16.135 Visitor Info : Unknown - Unknown

Was geht ab ??

Guests : 9 guests online
   

Login Form  

   

Es war der 20. Mai 2010, ein weiteres Mal geht’s auf zur Mission „Seeforelle aus dem Brienzersee“, mit Kollege Thom bin ich nun das vierte Mal dieses Jahr mit dem Schleppkutter unterwegs, die ersten drei Male hatten wir keinen Biss. Thom hat dieses Jahr bereits ein paar Seeforellen aus dem Brienzersee, jedoch war er wenn’s bissig war immer alleine unterwegs... So lag es wohl an mir, das wir zusammen nie etwas fangen... Heute war es ausnahmsweise ein bisschen anders, jedoch anders, als wir’s uns vorgestellt haben. Um 06.00 war das Boot startklar, als Thom beim Bereitstellen der Ruten merkte, dass seine Seeforellenköder-Box Zuhause geblieben war... Somit war schon zum Starten alles anders, statt die geliebten 5 Permuttspangen „musste“ Thom mit Wikamsystem und Gummifisch sowie Wobbler von Salmotti in’s Rennen. Also wenn Thom kein Biss hat, liegt es an den fehlenden Permuttspangen... Wetter und Wasser liessen uns hoffen und Thom hatte bei seinen letzten Ausfahrten immer Betrieb, Untermassige, Aussteiger und zuletzt eine schöne 74er Seefo. Doch dieses Mal kam es anders, oder aber für mich „Normalbetrieb“, kein Biss, keine Seefo weit und breit. Wir hatten den See für uns alleine, den nebst dem das es keine Forellen hat, hatte es auch keine anderen Boote... 10 Zügel hatten wir draussen und machten eine Seeumrundung. Es war kurz nach Mittag, die letzte Viertelstunde vor dem Einholen der Zügel war angebrochen, ich war mit meinen Gedanken schon läääängstens am Bach (wollte anschliessend nach dem Schleppen noch auf Fariosuche im Bach), als mich Thom unsanft mit dem laut ausgesprochenen Wort „BISS“ aus meinen Bachträumen riss. Tatsächlich, das zweitäusserste Brett ging immer weiter mit hackenden Bewegungen nach hinten und die Bremse begann, das schöne Lied zu singen. Eine Wohltat in meinen Ohre, ich hatte fast Gänsehaut, endlich wieder einmal eine, die auf die Bremse ging, sofort erkennbar, dass das keine 50er ist. „Hammerbiss, das isch e grossi, ig nime die andere Brettli ine“, während Thom die beiden inneren Zügel einzog, nahm ich die durchgebogene Rute und machte mich mit dem Gegenüber vertraut, hoho, da war ordentlich Zug drauf, da hat sich was ordentliches in’s Schlepptau gehängt. Und dieses Schlepptau ist lang, 25 Meter von der Rute zum Brett und 60 Meter vom Brett bis zum Köder.. Und nach dem Biss gingen noch ein paar Meter von der Rolle, sprich etwa 100 Meter weiter hinten war mein Kontrahent, welcher sich mühsam in die unendlichen Tiefen des Brienzersee hinunter bewegte. Und derjenige an der anderen Seite der Leine versucht mühsam zu pumpen, damit es aus der Tiefe wieder hoch geht... Schon bald mal war klar, dass es sich höchstwahrscheinlich nicht um eine Forelle handelte, zuwenig Radau an der anderen Seite der Leine, so verhält sich höchstens eine altersschwache 90er Seefo  (...)

Ein Krokodil mit Entenschnabel hat sich den Köder geschnappt, und als das Teil dann aus der Tiefe auftauchte musste ich zuerst Mal tief durchatmen und einmal leer schlucken.. Das war auch anders als sonst, das muss ich sonst eigentlich nie. Und der Bach war übrigens auch vergessen gegangen in diesem Moment. Thömu holte den Esoxer mit seinem Monsterkescher (er schon weiss wieso so ein Riesenkescher auf dem Boot) beim ersten Mal in’s Boot und wir hatten schlagartig mehr Wasserverdrängung. Geiles Teil, 110 cm, 18.6 Pfünder, am Seefo-Zügel und das aus einem See, wo es doch gar keine Fische hat ;-)

Merci Thömu und Dank dem Petri, der du bist im Himmel und im Wasser! Petriprost!